In 2012 wurden 7‘851 neue Fälle von Prostatakrebs diagnostiziert.

1‘248 Männer starben 2012 an Prostatakrebs.

Prostatakrebs ist die zweithäufigste Krebs-Todesursache bei Männern.

 

Was ist Prostatakrebs?

Die Prostata ist eine Drüse, die sich direkt unterhalb der Blase und vor dem Darm befindet. Sie produziert eine Flüssigkeit, die das Sperma schützt und anreichert.

Prostatakrebs tritt auf, wenn sich einige Zellen der Prostata deutlich schneller als normal reproduzieren, wodurch ein Tumor entsteht. Wenn keine Behandlung erfolgt, können die Prostatakrebszellen über die Prostata hinaus streuen und entferntere Körperteile befallen, insbesondere die Lymphknoten und Knochen, und so sekundäre Tumore bilden, ein Prozess, den man Metastasenbildung nennt.

Einer der besorgniserregendsten Aspekte der Krankheit ist, dass Prostatakrebs bei vielen Männern in den frühen Stadien keine Symptome verursacht.


 

Kenne die Risikofaktoren

Prostatakrebs betrifft nur Männer, da Frauen keine Prostata haben. Risikofaktoren, die die Entwicklung der Krankheit begünstigen, sind u.a.:

Alter
Je älter ein Mann ist, desto eher wird bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert.

 

Familiengeschichte
Bei einem Mann, dessen Vater oder Bruder Prostatakrebs entwickelt hat, ist die Wahrscheinlichkeit doppelt so hoch, selbst daran zu erkranken.

 

Ethnische Zugehörigkeit
Schwarzafrikaner und Männer afro-karibischer Abstammung sind häufiger davon betroffen.

 

 

Symptome, Untersuchungen und Behandlungen

Die Symptome

Nicht jeder hat bei Prostatakrebs Symptome. Anzeichen für Prostatakrebs werden häufig erst von einem Arzt bei einer Routineuntersuchung entdeckt.

Einige Männer jedoch erleben Veränderungen beim Urinieren oder bei Sexualfunktionen, die auf einen Prostatakrebs hinweisen können. Zu diesen Symptomen gehören:

  • Ein häufiger Harndrang, insbesondere in der Nacht
  • Schwierigkeiten, das Urinieren zu beginnen oder beim Zurückhalten des Urins
  • Ein schwacher oder unterbrochener Urinfluss
  • Schmerzen oder ein Brennen beim Urinieren
  • Erektionsprobleme
  • Schmerzen bei der Ejakulation
  • Blut im Urin oder Samen
  • Häufige Schmerzen oder Steifheit im unteren Rücken, in den Hüften oder Oberschenkeln

Was ist zu tun?

Wenn du dir Sorgen machst oder irgendwelche dieser Symptome hast, solltest du dich unbedingt an deinen Arzt wenden.

 

Die Untersuchung

Der Zweck einer Untersuchung ist, Prostatakrebs im frühestmöglichen Stadium zu entdecken, bevor die Krankheit fortschreitet. Es gibt zwei gängige Untersuchungsmethoden zur Früherkennung. Je nach Ergebnis dieser Untersuchungen wirst Du vielleicht zu einem Facharzt überwiesen, der eine Biopsie vornimmt.

Die digitale rektale Untersuchung (DRU)
Bei der DRU führt der Arzt einen mit Handschuh überzogenen Finger in den Anus, wo es möglich ist, einen Teil der Prostataoberfläche zu fühlen.

 

Die PSA-Blutuntersuchung (PSA)
Bei der PSA-Blutuntersuchung wird geprüft, ob ein Protein im Blut vorhanden ist, das speziell von Prostatazellen produziert wird.

 

Biopsie
Je nach Testergebnis wirst du vielleicht an einen Urologen überwiesen, der eine Biopsie vornimmt. Dies ist die einzige Möglichkeit, um das Vorhandensein von Krebs festzustellen.

 

Wir empfehlen dir, deine Situation mit deinem Arzt zu besprechen, um zu entscheiden, ob eine Untersuchung das Richtige für dich ist. Zusammen könnt ihr entscheiden, wie am besten vorgegangen wird.

Für dieses Gespräch haben wir mit der Société Internationale d'Urologie ein Hilfsmittel entwickelt, das Männer und ihre Familien beim Entscheidungsprozess unterstützt.

Zum Herunterladen: PSA: To test or not to test? (PDF)

 

Behandlungsmöglichkeiten

Wenn bei dir Prostatakrebs diagnostiziert wurde, solltest du daran denken, dass Prostatakrebs häufig langsam wächst und nicht immer Operationen oder andere einschneidende Behandlungen nötig sind. Behandlungsmöglichkeiten sind u.a.:

  • Aktive Beobachtung
  • Prostatektomie
  • Radiotherapie bzw. Bestrahlung
  • Hormontherapie
  • Chemotherapie

Wenn bei dir Prostatakrebs diagnostiziert wurde

nimm dir die Zeit, um mehr über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten zu erfahren. Triff eine informierte Entscheidung, indem du dich von Medizinern beraten lässt und dich mithilfe angesehener Quellen informierst.

 

Nebenwirkungen

Abhängig von der Art deiner Behandlung könnten folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Inkontinenz (unfreiwilliger Harnabgang)
  • Erektile Dysfunktion (Schwierigkeiten damit, eine Erektion zu erzielen oder zu halten)
  • Gewichtszunahme aufgrund einer Hormontherapie

Diese Nebenwirkungen halten bei den Betroffenen unterschiedlich lang an.

Weil zu den Nebenwirkungen einer Behandlung u.a. die erektile Disfunktion gehören kann, kann sich Prostatakrebs beträchtlich auf intime Beziehungen auswirken. Wie viele Menschen dir erzählen werden, die diesen Weg hinter sich haben, wirkt sich Prostatakrebs auch auf die Partnerschaft aus. Deswegen ist es wichtig, dass du deinen Partner miteinbeziehst, wenn du über die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten nachdenkst.

Wenn du unter Nebenwirkungen leidest,

solltest du wissen, dass es Behandlungen und Maßnahmen gibt, die viele dieser Nebenwirkungen lindern können.


 

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